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Sönd Willkomm bei den Speicherer Schützen!
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Das Schiesswesen hat in unserer Gemeinde eine lange Tradition. Nachfolgend eine kurze Zusammenfassung aus dem Jubiläumsbericht, den Martin Hüsler anlässlich unserem 100-jährigen Jubiläum vefasst hat. 1613 Die Feldschützengesellschaft entsteht. 1873 Ein Jägerschützen-Verein wird aktenkundig. 1878 Die Infantrie-Schützen werden das erste Mal erwähnt. 1883 Am 20. Mai erfolgt die Gründung des Militärschützenvereins, weil die Feldschützen es ablehnen, für "die militärpflichtige Mannschaft“ Schiessübungen durchzuführen. 1887
13. Februar. Gründung der Militärschützengesellschaft durch Fusion der
Infantrie-Schützen und dem Militärschützenverein. 1890 Am 13. April erhält Militärschützengesellschaft eine neue Fahne und diese wird an einer Fahnenweihe eingeweiht. 1896 Der Gemeinderat teilt der Militärschützengesellschaft offiziell den Schiessplatz "Birt“ zu. 1914 1914 bis 1918 ruht der Schiessbetrieb praktisch wegen dem 1. Weltkrieg. 1919 Der Schiessplatz "Birt“ wird abgeschätzt, eine Instandstellung kommt wegen der schwindsüchtig gewordenen Gemeindekasse nicht in Frage. Die interimistische Lösung heisst "Schaugen", wohin nun sowohl die Militär- als auch die Feldschützen ihre Programme verlegen. 1921 Am 3. März wird in der Gemeinde über eine neue Schiessanlage abgestimmt. Der Kostenvoranschlag beträgt zirka 65'000 Franken. Mit 421 Ja gegen 166 Nein wurde die Vorlage angenommen. Die Anlage wurde als Notstandsarbeit aufgeführt. 1928 Die Mitgliederbestände in beiden Vereinen sinken drastisch, weil viele Speicherer die Gemeinde verlassen, um anderwärts Arbeit zu suchen. Da verwundert es nicht, dass sich Fusionsgedanken der Schützenköpfe bemächtigen. Aber es bleibt bei den Gedanken. "Nach unserer Ansicht", so schreibt der damalige Präsident ins Protokollbuch, "bleibts für alle Zukunft beim alten". 1932 Der Präsident spricht in seinem Jahresbericht von einer "furchtbaren Krisis". Noch acht Schützen bringt man für das freiwillige Schiesswesen auf die Beine. "Hoffe aber gerne, diese acht bleiben noch lange unserer Fahne treu, die zwar auch am Zerfallen ist. Aber auch hier ist der Stock (resp. Fahnenstange) noch gut und wäre dieselbe mit gutem Willen noch zu retten", gibt sich der Präsident doch noch eine Spur optimistisch. 1933 Das erste Vögelinseggschiessen findet statt, an dem sich auch die Militärschützen beteiligen. Schiesstag ist der Sonntag, 21. Mai. 24 Sektionen mit rund 500 Mann haben sich zum Wettkampf angemeldet. In der Rangliste findet man die Militärschützen auf dem 24. Platz. Nur noch die Speicherer Feldschützen rangieren hinter den Militärschützen. 1935 Der Verein beginnt mit dem Sparen auf das 50-Jahr- Jubiläum, das 1937 fällig wird. Über den Anlass selbst fehlt jede Notiz. 1939 Der zweite Weltkrieg bricht aus. 1941 Aktivdienst! Es entfällt die Hauptversammlung des Vereins, weil sich der Grossteil der Mitglieder im Militärdienst befindet. 1942 Es ist wieder eine Hauptversammlung vorgesehen. Eine HV allerdings, bei der es allerdings weniger um die geschäftlichen Traktanden geht als vielmehr um das kameradschaftliche Beisammensein. 1943 Wird auf das "Obligatorische" verzichtet, und die Militärschützengesellschaft beschliesst an ihrer HV, dem Kantonalverband beizutreten. Dieser Beitritt ist Bedingung für eine Teilnahme am Feldschiessen. Am 6. August gehen 33 Schützen geschlossen ans Feldschiessen und holen mit 66 Punkten den Sektionskranz. Am 8. August findet sich in der Appenzeller Zeitung ein Bericht über dieses erste Feldschiessen in Speicher. "Es beteiligten sich 268 Schützen auf 300 Meter und 46 auf 50 Meter. Kaum waren die ersten Schüsse gefallen, schlichen Nebelschwaden über die Birthöhe und verdeckten die Scheiben während nahezu einer Stunde, so dass die geplante Mittagspause wegfallen musste, um das Schiessen doch zur vorgesehenen Zeit beendigen zu können", berichtet der Korrespondent. Nach dem Schiessen geht es in einem Umzug mit dem Musikverein voran hinunter zum "Appenzellerhof", wo die Rangverkündigung stattfindet. 1945 Der Weltkrieg ist zuende. In den Vereinen blüht neues Leben auf. 1946 Die Schweizer Schützen absolvieren ihre erste obligatorische Übung nach dem Krieg. 1955 Es kriselt stark im Verein. Man hat grösste Mühe, sieben Mann für einen Vorstand zusammenzubringen. Jetzt geistert wieder das Wort "Verschmelzung" in den Reihen der Schützen herum. Aber offenbar erinnert man sich der präsidialen Worte aus den dreissiger Jahren: "...bleibts für alle Zukunft beim alten". 1958 Am 22. November wird an einer ausserordentlichen Hauptversammlung die Anschaffung einer Standarte beschlossen. Diese Standarte soll sich förderlich auf das Vereinsleben auswirken. 1959 14. Juni. Auf dieses Datum ist die Standartenweihe angesetzt. Man führt eine schlichte Feier beim Vögelinsegg-Denkmal durch. Die Feldschützengesellschaft übergibt als Patensektion die Standarte an die Militärschützen. Mit Rücksicht auf das bevorstehende Kantonalschützenfest verzichtet man auf einen grösseren Schiessanlass. Lediglich ein Freundschaftsschiessen mit der Patensektion gibt der Standartenweihe schiesssportliches Gepräge. Am Abend nach der Weihe trifft man sich im "Linden-Saal" zu einer kleinen Feier. "Der Abend war nicht prunkvoll, dafür aber mit kameradschaftlichem Geist erfüllt. Am Kantonalschützenfest holen die Militärschützen in der III. Kategorie den Sektionskranz mit Silber; sie plazieren sich auf Rang 2. 1962 Die Militärschützen leisten ihren Beitrag zum Einbau der notwendig gewordenen Blink-Anlage im Schützenhaus. Die Militärschützengesellschaft feiert ihr 75-Jahr-Jubiläum. Das Schiessen findet am 30. September statt und kann bei schönstem Herbstwetter reibungslos durchgeführt werden. "Die Beteiligung war überraschend gut; den Finanzhaushalt können wir noch nicht rühmen", vermerkt der Jubiläumsberichterstatter. 1986 Das 100-Jahr-Jubiläum rückt langsam ins Blickfeld. Den Auftakt dazu macht am 25. November die Weihe einer neuen Fahne, welche die Standarte nach deren 27-jähriger "Dienstzeit" ersetzt. Im Buchensaal geht ein Akt voller Symbolkraft über die Bühne. Dass die Militärschützen zu einer neuen Fahne kommen, ist zu wesentlichen Teilen der Familie Walser im Gern zu verdanken. Im Gedenken an Jakob Walser, den pflichteifrigen und treuen Militärschützen, lässt sie dem Verein einen grösseren Betrag zukommen, der für eine Fahne Verwendung findet. Deren Entrollung schildert der Zeitungsbericht so: "Gespannt wartete man hier auf die Enthüllung der neuen Fahne, die unter den Klängen des Fahnenmarsches allmählich ihr Aussehen preisgab. Fahnengotte Hermine Thüer und Fahnengötti Bruno Burtscher konnten dann den Anwesenden ein ebenso gelungen gestaltetes wie aussagekräftiges Banner präsentieren. Es zeigt einen wehrhaften Speicherer Bär vor einer Scheibe, auf der eben ein 'Föfi' angezeigt wird". 1987 Das eigentliche 100-Jahre-Jubiläum geht im Juni 1987 vonstatten. An zwei Wochenenden, am 13. /14. und am 20. Juni ist Speicher Treffpunkt für ein paar hundert Schützen. Die Auswertung der Resultate erfolgt - Konzession an die Moderne - per Computer, was sich hinterher als überaus zweckmässig erweist. 1996 Die Feldschützengesellschaft Speicher wird aufgelöst. Ab 1997 schiessen die Militärschützen alleine im Stand Im Oktober werden die neuen Schallschutztunnels eingebaut. 1999 Nach dem Endschiessen beginnt der Einbau einer elektronischen Trefferanzeige. 8 Scheiben werden mit der topmodernen Anlage Sius Ascor 9002 ausgerüstet. Auf den restlichen 8 Scheiben wird der Schiessbetrieb eingestellt. 2000 Unsere Schiessanlage ist auf dem neuesten Stand. 8 elektronische Scheiben mit Schallschutztunnels stehen uns zur Verfügung. |